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Was ist oder macht ein Bogenfänger?

Bogenfängerin Lunia D´Ambrosio an der Johannisberger Schnellpresse

An der Johannisberger Schnellpresse drucken wir immer zu zweit: Mit einem Drucker und einem Bogenfänger (auch „Bogenvize“ genannt). Was ist oder macht ein Bogenfänger, bzw. eine Bogenfängerin?

Es gibt zwei Interpretationen.

  1. Einmal kann ein Bogenfänger eine Vorrichtung an einer Druckmaschine sein.
  2. Häufiger ist jedoch ein Helfer gemeint, der „[…] sofern die Maschine nicht mit Selbstausleger versehen ist […] den Bogen wendet und auf die schon daliegenden Bogen legt*. Sofern die Maschine einen Ausleger hat, sorgt/e der Bogenfänger dafür, „[…] dass die bedruckten Bogen in der Auslage der Druckmaschine ordentlich ausgerichtet lagen.“* Bevor jetzt jemand ruft: „Immer diese pingeligen Deutschen, ist doch egal, ob die Bogen ganz akkurat gestapelt liegen!“ Er kann gerne einmal versuchen, einen in sich verrutschten Stapel Bogen zu schneiden. Weiterlesen
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Die Krautreporter-Zeitung ist fertig. Und richtig groß!

Daniel Klotz bei der Präsentation der fertigen Krautreporter-Zeitung am 24.11.2018 in Berlin; Foto: Krautreporter

Das ist ganz schön groß. Auf der Johannisberger Schnellpresse drucken wir bis zum max. Papierformat von 130 x 92 cm. Hier zeigt Daniel dem Krautreporter-Vorstand die fertige Krautreporter-Zeitung, bei der uns neben dem großen Format auch das sehr leichte Zeitungsdruckpapier eine steile Lernkurve bescherte. *** That’s pretty big. On the Johannisberger Schnellpresse we print up to the max. paper size of 130 x 92 cm. Here Daniel shows the Krautreporter board the finished two-coloured Krautreporter newspaper for the first time. In addition to the large format, the very light newsprint paper also gave us a steep learning curve.

Daniel Klotz bei der Präsentation der fertigen Krautreporter-Zeitung am 24.11.2018 in Berlin; Foto: Krautreporter

Daniel Klotz bei der Präsentation der fertigen Krautreporter-Zeitung am 24.11.2018 in Berlin; Foto: Krautreporter

Erik Spiekermann bei der Präsentation der fertigen Krautreporter-Zeitung am 24.11.2018 in Berlin; Foto: Krautreporter

Erik Spiekermann bei der Präsentation der fertigen Krautreporter-Zeitung am 24.11.2018 in Berlin; Foto: Krautreporter

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Unsere Krause Kniehebelpresse druckte auf der Ausstellung „Buch und Bild Havanna“

Offene Druckwerkstatt "Buch und Bild Havanna – Berlin" | Foto: 2018 D. Reichenbach/Reinbeckhallen

Dieser Beitrag erhielt auf Facebook 89 Likes. Mitte November war Daniel wieder einmal mit unserem „mobilen“ Drucker, der Krause Kniehebelpresse, unterwegs. Besucher der Offenen Druckwerkstatt „Buch und Bild Havanna – Berlin“ in den Reinbeckhallen konnten auf „Frau Krause“ Plakate drucken. Die Ausstellung zeigt bis zum 20.12.2018 Künstlerbücher und Plakatkunst aus Kuba, hier findet ihr eine ausführliche Beschreibung. Vielen Dank an Ulrike Koloska von der ausrichtenden Humboldt-Universität für die Einladung zum Mitmachen! Hier geht es zum Facebook-Post.

 Offene Druckwerkstatt Buch und Bild Havanna – Berlin

Daniel Klotz (rechts mit Farbwalze) fachsimpelt mit Benno Koloska; Offene Druckwerkstatt „Buch und Bild Havanna – Berlin“ 2018 | Foto: Doreen Reichenbach/Reinbeckhallen

 Offene Druckwerkstatt Buch und Bild Havanna – Berlin

Offene Druckwerkstatt „Buch und Bild Havanna – Berlin“ 2018 | Foto: Doreen Reichenbach/Reinbeckhallen

 Offene Druckwerkstatt Buch und Bild Havanna – Berlin

Offene Druckwerkstatt „Buch und Bild Havanna – Berlin“ 2018 | Foto: Doreen Reichenbach/Reinbeckhallen

 Offene Druckwerkstatt Buch und Bild Havanna – Berlin 2018 | Foto: Doreen Reichenbach/Reinbeckhallen

Stolz wie Oskar: Benno Koloska mit selbst bedrucktem T-Shirt; Offene Druckwerkstatt „Buch und Bild Havanna – Berlin“ 2018 | Foto: Doreen Reichenbach/Reinbeckhallen

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Inline-Perforation an der Johannisberger Schnellpresse

Für den Druck der Krautrepoter-Zeitung hatten wir uns noch etwas Besonderes überlegt. Die Zeitung sollte so gefalzt und perforiert werden, dass der Leser die Seiten erst auftrennen muss, unbeschnitten, wie früher viele Bücher ausgeliefert wurden. Wobei – müsste es dann nicht ungeschnitten heißen? Unbeschnitten kann ja auch bedeuten, dass die Seitenränder nur nicht gerade beschnitten wurden. Bei ganz alten Zeitschriften sieht man das oft, bei denen das Papier an den Rändern so krumm und schief ist, wie es vom Sieb abgenommen wurde.

Druckerzeugnisse waren damals teuer, Buchblöcke zum Beispiel wurden oft ohne Einband verkauft. Die unbeschnittene Auslieferung sollte das Innere des Buchblocks für den Transport und ggf. die Weiterverarbeitung schützen. Heute hat ein unbeschnittenes Buch bzw. eine unbeschnittene Zeitung einen eher ästhetischen Wert für den Leser – und es macht auch mehr Spaß, die Zeitung selbst zu öffnen!

So weit die Idee. Die Johannisberger Schnellpresse, auf der wir die Zeitung in druckten, kann auch Papier schneiden, und zwar inline während des Druckprozesses! Wo man schneiden kann, sollte man doch auch perforieren können, waren wir uns sicher.

Ganz so leicht war es dann doch nicht, denn das sehr leichte Zeitungsdruckpapier reagierte extrem empfindlich auf das Perforationsrad. Mal lagen die Einschnitte zu eng, dort ergab es eher einen kompletten Schnitt, als eine Perforation. Mal lagen sie zu weit auseinander, man konnte die perforierte Linie also nicht sauber öffnen.

Die Lösung brachte nach vielen Versuchen ein selbstgebautes Perforationsrad. Das Ergebnis zeigen wir euch hier demnächst.

Krautreporter, Inline-Perforation, Perforation, Buchdruck, Zeitungsdruck, Johannisberger Schnellpresse
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Daniel Klotz im Podcast mit InsidePrint

In der vierten Ausgabe des Druckexperten-Podcasts InsidePrint berichtete Daniel im Gespräch mit Britta Wartke und Sebastian Senff über unsere Arbeit und von seiner Nebenrolle als Drucker in der Filmreihe Babylon Berlin.

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Die Ludlow-Zeilensetzmaschine läuft wieder

Ludlow Zeilensetzmaschine, Letterpress, Buchdruck, Buchhochdruck, Handsatz, Maschinensatz

Daniel war in den letzten Tagen damit beschäftigt, eine Ludlow-Zeilengießmaschine in der Galerie P98A wiederzubeleben. Vielen Dank auch an Don C. Black aus Canada und an Dafi Kühne aus der Schweiz für die tollen Tips inkl. Live-Video-Support bei der Instandsetzung!

Die Ludlow ist eine ganz besondere Maschine mit einem recht eingeschränkten Funktionsumfang. Mit ihr kann man eigentlich „nur“ im Handsatz Matrizen zu Zeilen setzen, die – mit Blei ausgegossen – eine druckbare Zeile ergeben.

Schön ist, dass man mit ihr spationieren und perfekt ausgleichen kann, wie im Handsatz eben. Da fragt man sich allerdings: Wenn ich hier wie im Handsatz arbeite, wozu brauche ich dann eine Setzmaschine? Da kann ich ja auch gleich in der gewünschten Bleischrift setzen? Doch genau darin liegt der Vorteil der Ludlow.

Letterpress, Buchdruck, Buchhochdruck, Handsatz, Maschinensatz

Ludlow-Zeilensetzmaschine

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Schön wars beim Katzengrabenfest 2018

Katzengrabenfest, Letterpress, Buchdruck, Buchhochdruck

Schön wars jewesen … auf dem Katzengrabenfest 2018 am 25. August in Berlin. Einen ganz herzlichen Dank an Christian Ewald von der Katzengrabenpresse, der das Fest wieder mit viel Herzblut und großer Professionalität organisierte.

Gemeinsam mit der Kinderbuchautorin Sarah Settgast hatten wir einen Marktstand unter Wäscheleinen mit weißer Wäsche, die das Markenzeichen des Festes sind. Selbst kurzzeitiger Regen und Sturm konnten uns nichts anhaben, denn als Drucker hatten wir natürlich genug Blei dabei, um das Zelt am Abheben zu hindern.

Viele schöne Marktstände, interessante und interessierte Besucher, gute Musik und tolle Lesungen auf dem Hof der Katzengraben-Presse lockten zahlreiche Berliner an. Christian Ewalds Lesung aus einem feuerwerkspeienden (!) Buch war ebenso ein Higlight, wie die Verleihung der „Goldenen Katze“ an die Stelzenläufer-Truppe Kamaduka. Der Preis wurde überreicht von unser aller Lieblingsindianer aus DEFA-Zeiten, Gojko Mitić.

Letterpress, Buchdruck

Lettertypin Jana Gulde mit der Kinderbuch-Illustratorin Sarah Settgast

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Neon-Orange auf Graukarton

Für die Berliner Galerie P98A druckten wir im Buchhochdruck einen Umschlag für ein Bundle der 6 bisher erschienenen Ausgaben der Puplikation „Paper“. Damit Neon-Orange auf einfachem Graukarton auch richtig leuchtet, druckten wir in 5 Durchgängen. Die ersten zwei Druckgänge waren weiß, die nächsten 2 Neon-Orange und den Abschluß bildete Schwarz. Immer wieder erstaunlich und schön ist, mit welcher Genauigkeit unser Heidelberger Cylinder druckt. Die 6 Paper-Hefte sind einzeln oder mit diesem schönen Wrapper gebündelt erhältlich im Shop der P98a.

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Coole Grafik der Johannisberger Schnellpresse

Johannisberger Schnellpresse; Grafik: Martin Baaske

Für die demnächst startende Print-Ausgabe der Krautreporter hat Martin Baaske unsere Johannisberger Schnellpresse von 1924 als Grafik erstellt. Mehr über seine künstlerische Arbeit findet Ihr hier www.martinbaaske.de.

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Zu Gast beim 7. Walbaum-Wochende der Pavillon-Presse Weimar

7. Walbaum-Wochenende 2018; Foto: Pavillon-Presse Weimar e.V.

Im April waren wir zu Gast beim 7. Walbaum-Wochende „Letterpress Today“ der Pavillon-Presse Weimar. Daniel thematisierte in seinem Vortrag die großen Potentiale des Buchdrucks vom (Photopolymer-)Klischee, mit dem sich auch neue Gestaltungsideen hervorragend im Letterpress realisieren lassen. Die Platte wird bei uns direkt von der Datei belichtet, ohne Umweg über den Film.

Weitere Referenten waren: Marcus Bonszkowski und Tanja Huckenbeck von der Druckwerkstatt Höchst Schön, Marina Kampka sowie Dr. Susanne Richter vom Museum für Druckkunst Leipzig.

Die Fotos in diesem Post wurden uns vom gemeinnützigen Verein Pavillon-Presse Weimar e.V. bereitgestellt. Vielen Dank dafür an den Vorsitzenden, Ralf Herrmann.

7. Walbaum-Wochenende 2018; Foto: Pavillon-Presse Weimar e.V.

Daniel Klotz stellt die Offizin der Lettertypen vor und erläutert die Möglichkeiten des Buchhochdrucks vom Handsatz bis zum modernen Photopolymerklischee. 7. Walbaum-Wochenende 2018; Foto: Pavillon-Presse Weimar e.V.

7. Walbaum-Wochenende 2018; Foto: Pavillon-Presse Weimar e.V.

Marcus Bonszkowski und Tanja Huckenbeck von der Druckwerkstatt Höchst Schön bei ihrem Vortrag. 7. Walbaum-Wochenende 2018; Foto: Pavillon-Presse Weimar e.V.

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